Gesine Böhm
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Initiatische Wegbegleitung

Initiatische Wegbegleitung

Die initiatische Wegbegleitung wurde in den 50iger Jahren von Karlfried Graf Dürckheim und Maria Hippius entwickelt. Graf Dürckheim unterschied dabei zwischen dem Körper, den ein Mensch hat und dem Leib (Seele, Geist und Körper), der man ist: „In jedem ist ein Bild dessen, der er werden soll. Und ehe er das nicht ist, ist sein Glück nicht vollkommen.“

 

Der initiatische Weg ist die von einer Seinserfahrung ausgehende, Schritt um Schritt fortschreitende Einweihung, Einweisung und Einschmelzung in die gesetzliche Folge der Stufen, in der der Mensch aus der Oberflächenexistenz seines natürlichen Bewusstseins vordringt in die Tiefen jenes Bewusstseins, in denen sein Wesen als Erlebnis und Wirkkraft aufgehen kann.“ (Dürckheim, Der Ruf nach dem Meister, S. 45).

Eine Seinserfahrung kann zutiefst beglücken oder erschüttern. Sie stellt oftmals die bisherige eigene Existenz, unser Welt-Ich, auf den Kopf. Alles bisher Geglaubte, Gekonnte und Gewusste ist plötzlich verändert durch das Durchscheinen einer anderen Dimension, die das in uns innewohnende Wesen - das „Tor zum Geheimen“ - anrührt und damit am Beginn des initiatischen Weges steht.

 

Und nun gilt es eine Entscheidung zu treffen: Wird der Weg angenommen oder nicht? Und es ist beides richtig mit dem Unterschied, dass es entweder eine einmalige Erfahrung sein wird, die im Alltag immer mehr verblasst oder eine Erfahrung, die dazu führt, dauerhaft frei und durchlässig für diese andere Dimension zu werden.

 

Wer sich für den initiatischen Weg entscheidet braucht Mut, Geduld und Durchhaltevermögen, denn er dauert durchschnittlich bis zu sieben Jahre, führt über Höhen und durch Tiefen und konfrontiert uns erbarmungslos mit uns selbst. Wer einmal dem Ruf gefolgt ist, sollte jedoch diesen Weg unbedingt zu Ende gehen, um gesund zu bleiben und heil zu werden.

 

Auch wenn der initiatische Weg seine Herausforderungen hat, lohnt er sich sehr, denn er führt in die absolute Freiheit und Leichtigkeit unseres Seins. Wir finden uns selbst, fühlen uns angebunden an das All-eine und gewinnen dadurch ein inneres, unerschütterliches Vertrauen, das uns bewusst, kraftvoll und freudig unser Leben meistern lässt.

Ich glaube, dass wir einen Funken jenen ewigen Lichtes in uns tragen, das im Grunde des Seins leuchten muss und welches unsere schwachen Sinne nur von Ferne ahnen können.

Diesen Funken in uns zur Flamme werden zu lassen und das Göttliche in uns zu verwirklichen, ist unsere Pflicht, ja, der einzige tiefe Sinn unseres Daseins.

Johann Wolfgang von Goethe